Am Zahn der Zeit

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Dies ist meiner erster Blog.
Viel Spaß beim Durchstöbern.

Der US-amerikanische, demokratische Politiker und Präsidentschaftskandidat Barack Obama schafft es wie kein Zweiter die Massen zu mobilisieren.
Gerade noch elektrisierte das Parteiinterne Duell mit Hillary Clinton Amerika und spaltete sogar die eigenen Partei-Anhänger. Nachdem Obama hier einen ersten Sieg erringen konnte, heißt sein nächstes Ziel nun das Weiße Haus. Hier muss er sich dem republikanischen Konkurrenten und Vietnamkriegsveteranen John McCain stellen. Die Wahlkampfmaschinerie im Lager von Obama läuft auf vollen Touren. Längst genügt es nicht mehr bloß vor Ort zu sein und in den wichtigsten Wahlbezirken Stimmung zu machen. Mittlerweile ist das Internet ein wichtiger Bestandteil der Meinungsbildung geworden und auch Auslandsbesuche in einflussreichen Ländern oder Krisenregionen lassen beim Volk einen bleibenden Eindruck.
So verwundert es nicht, dass Obama jüngst auch Deutschland als Haltepunkt seiner „Wahlkampfreise“ auswählte. Beim seinem öffentlicher Auftritt vor der Siegessäule in Berlin lockte er mehr als 200 Tausend Schaulustige an. Politikverdruss und fehlende charismatische Führungspersönlichkeiten schüren überall in der Welt das Verlangen, nach einem Politiker, der Hoffnung schafft und den Wandel predigt. Neuesten Umfragewerten zur Folge, käme Obama in Deutschland auf über 70 % aller Stimmen. Davon können Merkel und Co. hierzulande nur träumen…
Für den Wahlkampf in Amerika sollte sich Obama aber noch nicht zu sicher fühlen. Hier muss er noch einiges mehr an Überzeugungsarbeit tun, um am Ende nicht wie zuletzt seine Parteikollegen Al Gore oder John Kerry knapp geschlagen als Verlierer das Feld zu räumen. Ohnehin stellt sich mit Blick auf den amerikanischen Wahlkampf mal wieder die Frage nach der Parteienvielfalt. Im offiziellen 2-Parteiensystem bleibt kein Platz für die Interessen und Wünsche der verschiedensten Kulturen und Gruppen, die es in Amerika gibt. Auf der einen Seite mag dies sicherlich ein riesiger Nachteil sein. Schaut man sich die Entwicklung in Deutschland an, in denen Regierungen auf Landes- und Bundesebene zwangsläufig immer mehr zu Kompromissen gezwungen werden, ist es auf der anderen Seite gar nicht so schlecht seine eigene Politik so umsetzten zu können, wie man sich das vorstellt.
Mal schauen, welchen Weg Amerika nach der Wahl einschlägt - es bleibt spannend!

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